von Daniel Grütter
Letzte Aktualisierung:
21.04.2010

Erbaut wurde das Schloss 1605/06 von der Familie 'Blarer von Wartensee'. Diese Familie stammte ursprünglich aus St. Gallen und war durch Leinenhandel zu Reichtum gelangt. Ein Teil liess sich auf dem Schloss Wartensee bei Rorschach nieder, deshalb der Name dieses Zweiges.
Mit der Wahl des Jakob Christoph Blarer von Wartensee 1575 zum Domherren des Domstiftes in Basel erweiterten sich die Interessen der weiteren Blarerschen Familie auch in die Region Basel: J. C. Blarer war einer der wesentlichen Träger der Gegenreformation im Birseck.
Im Rahmen des Blarerschen Machtausbaues in der Region Basel ernannte J. C. Blarer 1583 seinen Bruder Wolfgang Dietrich Blarer zum Obervogt in Pfeffingen, um das Einkommen (Zehnten, Zinsen etc.) sicherzustellen.
Viele weitere Privilegien -- z.B. den Freibrief von J. C. Blarer von 1604 -- führten auch weiterhin zu einem ständigen Wachstum des Reichtums der Familie Blarer. Weiter beauftragte er gegen sein Lebensende (1608) seinen Neffen Wilhelm Blarer, zur Festigung und Demonstration der erreichten Stellung der Familie, das Schloss Aesch zu errichten. Das ganze Schloss mit zugehörigen Gütern wurde ihm dann 1607 von J. C. Blarer geschenkt; Weiter wurde er durch seinen bischöflichen Onkel auch von allen Abgaben befreit.
Bereits 1702 erlaubte der Fürstbischof dem damaligen Obervogt Johann Konrad Blarer im Schloss Aesch anstatt auf Pfeffingen zu wohnen: Der Amtsschreiber musste aber im Schloss Pfeffingen ausharren. Als das Schloss Pfeffingen weder von seiner baulichen Substanz noch von seiner Prestigefunktion her noch als sinnvoller Sitz für die Blarersche Sippe erachtet wurde, verlegte die Familie Blarer 1740 ihr Herrschaftszentrum dann ganz in das Schloss Aesch.
Während des Dreissigjährigen Krieges nahm das Schloss Schaden, wurde aber umgehend wieder aufgebaut. Zur Zeit der Revolution war darin ein Spital eingerichtet.
Schlussendlich wurde das Schloss 1851 durch die Gemeinde Aesch von der Familie Blarer ersteigert und umgebaut (Einbau von zwei Schulzimmern und zwei Lehrerwohnungen), 1900 renoviert (Rudolf Sandreuter, Haupteingang zur Dorfseite verlegt, spätgotische Fenster, zusätzlicher Halbrundturm) und ab 1909 als Schul- und Gemeindehaus genutzt. Seit der Renovation von 1958/59 (Herstellung des ursprünglichen Zustandes) ist die Gemeindeverwaltung darin tätig.
Geschichte/Text Quelle:
- www.wikipedia.org
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