Ruine Wartenberg  BL / 4132 Muttenz  

Geschichte

Die Gegend um Muttenz und den Wartenberg herum war seit der Altsteinzeit besiedelt. Römer und Alemannen hinterliessen ihre Spuren ebenso wie die Menschen, die ihnen folgten.
Die heutige Burg, aus dem 13.Jh. stammend, steht vermutlich an der Stelle eines Vorgängerbaues des 11.Jahrhunderts.
1032 kam es bei "Mittenza" zu einem Treffen zwischen Rudolf von Hochburgund und dem deutschen Kaiser Konrad. Dabei geriet das bisher unabhängige Land in die Machtbefugnis des Deutschen Reiches, da Rudolf kinderlos blieb.
Die Anfänge der Herrschaftsrechte sind nicht bekannt, auch liegt der Zeitpunkt des Übergangs an das Hochstift Strassburg im Dunkeln.
Seit dem 12.Jh. befindet sich Muttenz im Besitz der Grafen von Homberg. 1223 erlosch das Geschlecht im Mannesstamm und ging über die Erbtochter an Graf Hermann von Frohburg. Hartmann errichtete bei Läufelfingen die Homburg und nannte sich von da an von Neu-Homberg. Diese Familie starb jedoch bereits 1351 aus, und so gelangten die Lehen an das Haus Habsburg-Laufenburg.
1301 veräusserten die Homberger Muttenz an Hugo und Kuno zer Sunnen als Lehen. 1306 verkauften die Homberger die Herrschaftsrechte an die Habsburger, welche das Lehen weiterhin den zer Sunnen als Afterlehen überliessen.
In der Mitte des 14.Jh. gelangten die Münch von Münchenstein in den Besitz der Herrschaft Muttenz und Wartenberg, mussten diese jedoch aus Geldmangel bereits nach einigen Jahren an Henmann Murnhart verpfänden. Das Geschlecht der Münch von Münchenstein war bis auf Hans Thüring, Domherr und Erzpriester von Basel, erloschen. Damit seine Sippe weiter existierte, liess er sich von seinem geistlichen Amt entbinden und heiratete seine bisherige Konkubine Fröwelina von Eptingen.
1420 gelang es Hans Thüring Münch mit der Hilfe seiner Frau, die nötige Pfandsumme von 22`000 Gulden aufzubringen, um die Pfandschaft einzulösen. Nach dem Tode Hans Thürings stritten sich die Brüder Hans und Konrad um das Erbe ihres Vaters. Schliesslich gelang es Konrad, die Herrschaft nach langwierigen Gerichtsverhandlungen an sich zu bringen, musste diese aber 1470 aus Geldmangel an Basel verpfänden. Seine Nachkommen verkauften die Herrschaft 1515 an Basel und verzichteten endgültig auf ihre Herrschaftsansprüche. Die Wartburgen verloren im 15.Jh. ihre Bedeutung und zerfielen.