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Über die Anfänge und die Erbauer der Burg Rietberg ist nichts bekannt. Der Turm als ältester heute noch sichtbare Teil der Anlage ist um 1200 erstellt worden. Vermutlich gab es jedoch bereits früher einen Vorgängerbau an dieser Stelle, was aber durch Grabungen bestätigt werden müsste. Ebenfalls ist die genaue Herkunft der im 13. und 14.Jh. urkundlich erwähnten Herren von Rietberg unklar. Als letzter seines Geschlechts verstarb Johann von Rietberg 1349. Im Jahre 1340 versuchte Johann, die Versorgung seiner Ehefrau und seines Bastardsohns vertraglich zu sichern. Trotz seines Testamentes kam es zu jahrzehntelangen Auseinandersetzungen um die Erbschaft. Es gelang schliesslich dem Bischof von Chur, die Erbmasse und alle Rechte an sich zu reissen, nachdem er die Erben mit Ersatzleistungen entschädigt hatte. Um 1400 begann eine Reihe von Verpfändungen, die den Bischof schliesslich um die Herrschaft Rietberg brachte. 1450 kam die Festung an die Familie Ringg, 1530 an Anton Travers, und 1554 an Hercules von Salis, Landeshauptmann des Veltlins. 1617 kam es zur Zweiteilung des Besitzes, die eine Hälfte blieb bei den von Salis, die andere Hälfte gelangte an Pompejus von Planta. 1621 wurde Pompejus von seinem Todfeind Jörg Jenatsch und dessen Helfer auf der Burg Rietberg mit einer Axt erschlagen. Die Herrschaft vererbte sich an die Familien Buol und Planta weiter, bis die Buol 1758 die gesamte Herrschaft in ihren Besitz bringen konnten. Danach mehrere Handänderungen. Die Burg ist heute noch in Privatbesitz und nicht zugänglich.