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Die Anfänge der Burg sind nicht genau bekannt. Die Herren von Ramosch treten bereits im 12.Jh. urkundlich in Erscheinung. Mitte des 14.Jh. kam es zwischen den Brüdern Schwiker und Konrad von Ramosch zu einem schweren Bruderzwist, der 1367 mit der Ermordung Konrads durch seinen Bruder Schwiker blutig endete. Darauf hin legte der Herzog von Österreich seine Hand auf Ramosch und gab die Burg Ulrich von Matsch zu Lehen. Dies durchkreuzte die Pläne des Bischofs von Chur und es kam zu einer (nicht genau überlieferten) Auseinandersetzung mit den Matsch, in deren Verlauf der Bischof die Burg besetzte. 1394 mussten die Matsch die Burg gegen eine Entschädigung abtreten. 1395 überfielen und plünderten sie aber die Burg. 1415 gelangten Österreich und der Bischof von Chur zu einer Einigung. 1421 erhielten die von Matsch eine Entschädigung und überliessen die Burg dem Bischof. Die Burg wurde 1468 von Gotteshausleuten überfallen, aber nicht zerstört. 1475, im Hennenkrieg zwischen der tirolischen Landesherrschaft und den Engadinern, kam es zu einer nicht genau überlieferten Schlacht bei Ramosch. Im Schwabenkrieg 1499 wurde die Burg ein Raub der Flammen. Die Festung wurde nach dem Wiederaufbau als Verwaltungszentrum genutzt. Während der Fasnachtszeit 1565 wurde die Burg durch aufgebrachte Engadiner geplündert und zerstört. Die Instandstellung der Burg brachte den Engadinern eine schwere wirtschaftliche Belastung. 1622 in den Bündnern Wirren durch glarner Truppen abermals zerstört. Danach notdürftig repariert, jedoch in zunehmendem Zerfall. 1780 musste die Burg endgültig geräumt werden, da das Gelände abrutschte und einen Teil der Gebäude in die Tiefe riss.
Imposante Burgruine, bestehend aus dem im 13.Jh. erbauten Turm, Palas und der Ringmauer. Sichtbar sind ferner Reste von Gebäuden und der äusseren Ringmauer. Als Besonderheit ist die ca. 6m dicke, turmartige Schildmauer zu erwähnen.