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Der Turm war Teil der Uferbefestigung von Stansstad, welche nach 1315 errichtet wurde. Sie wurde nötig, weil die Luzerner Stansstad während der Schlacht von Morgarten (1315) plünderten. Den Zugang zum Ufer sicherte man durch drei Reihen Holzpfähle, welche im See eingeschlagen wurden und durch einen Turm, den man auf einer künstlich aufgeschütteten Insel erbaute. Auf der Landseite erstellte man Wälle aus Mauern, Erde und Holz sowie Gräben. Von den landseitigen Befestigungsanlagen ist heute ausser dem Schnitzerturm nichts mehr sichtbar. Dieser wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrmals umgebaut und verändert. Mit der Zeit verlor die Befestigung an Bedeutung, weil der Vierwaldstättersee während des 14.Jh. in eidgenössische Hände gelangte. Die Befestigung zerfiel langsam. Im November 1587 begann die Landsgemeinde mit der Sanierung des baufälligen Turmes, die 1589 abgeschlossen war. In den folgenden Jahrhunderten wurde der Turm noch mehrere Male umgestaltet. Beim Einfall der Franzosen 1798 wurde der Turm durch ebendiese angezündet. 1880 Renovation der Ruine und 1889 Rekonstruktion des Zinnenkranzes.
Ruine eines fünfgeschossigen Turmes mit Zinnenkranz (1889 rekonstruiert), Rundbogenfenster (16.Jh.). Ursprünglicher Eingang im Obergeschoss von der Seeseite her zugänglich, heutiger Zugang aus dem Jahre 1589. Unter der Wasseroberfläche sind noch Reste der Seepalisaden erhalten.