Schloss Rapperswil   SG / 8640 Rapperswil /  Restaurant, Museum

Geschichte

Die Herkunft der Rapperswiler ist nicht bekannt. Ihre Stammburg befand sich bei Altendorf in der March. Diese Ortschaft wird erstmals am 14.08. 972 als Rahprehteswilare in einer Urkunde von König Otto II genannt. Die Burg Rapperswil (1284 erstmals mit dem Zusatz "neu"- Rapperswil, novum castrum Raprechtswile, erwähnt) wurde um 1200 am heutigen Standort erbaut. 1233 erhielten die Herren von Rapperswil den Grafentitel. Mit dem Tod Rudolfs von Rapperswil 1283 starb das Geschlecht im Mannesstamm aus. Nach dem Tode Gräfin Elisabeths von Rapperswil 1309 gelangte die Burg an die Habsburg-Laufenburger. 1350 wurden Burg und Stadt von den Zürchern erobert und teilweise zerstört. 1354 verkauften die Herren von Habsburg-Laufenburg Rapperswil an Herzog Albrecht von Österreich. Albrecht setzte Hermann von Landenberg als Vogt ein. Dieser liess Stadt und Burg stark befestigen. 1378 gelangte Rapperswil an die Grafen von Toggenburg. 1387 erlaubten die Grafen den Herzögen von Osterreich, die Burg und Stadt mit Truppen zu besetzen. Die Stadt mit der Burg wurde mehrere Male befestigt und verstärkt, da sie sich gegen die Eidgenossen und die appenzeller Bauern behaupten musste.1458 marschierten eidgenössische Truppen in der Stadt ein. 1464 schloss die Stadt einen Bündnisvertrag mit den Eidgenossen ab. 1531 geriet die Stadt ins Kreuzfeuer der Auseinandersetzungen zwischen den katholischen und reformierten Ständen. 1656 Belagerung der Stadt durch die Protestanten (Zürich und Bern). Später wurde die Burg als Gefängnis, Mietwohnung und Krankenlager genutzt, bis 1869 das polnische Nationalmuseum eingerichtet wurde. 1927 Verlegung des Museums in den neu gegründeten Staat Polen. Danach stand die Burg für längere Zeit leer. 1975 wurde in den restaurierten Räumen das Polenmuseum wieder eröffnet.