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Die Burg wurde im 13.Jh. als Reichszollstätte gegründet. Der Reichszoll befand sich um 1300 im Besitz der Herren von Attinghausen. Die aus dem Haslital stammenden Ritter von Ruttenze gelangten um 1360 in den Besitz der Burg. Ihre Stammburg, nur der Flurname Rudenz zeugt noch von ihr, stand im Dorf Meiringen. Der Stammvater des Geschlechts war Ritter Heinrich von Ruttenze (1252-1272). Die Herren von Rudenz waren Ministeriale der Freiherren von Brienz-Ringgenberg, von welchen sie bis ins 14.Jh. hinein Lehen empfingen. Die Söhne Heinrichs zahlten anfangs 14.Jh. Zinsen an das Kloster Luzern und das Stift Beromünster für Güter in Giswil. In Giswil besassen sie eine Burg, von der noch Ruinen erhalten sind. 1347 erhielt die Familie das Meieramt Giswil, mit Ausübung der hohen Gerichtsbarkeit, als österreichisches Lehen zugesprochen. Heinrich III von Rudenz heiratete die Tochter Werners II von Attinghausen. Nach dem Tode Johanns von Attinghausen gelangte das riesige Erbe an die Familie Rudenz. Das Erbe war aber an happige Bedingungen geknüpft, unter anderem die Abgabe der Hälfte des jährlichen Reichszolls zu Flüelen an die Landleute von Uri. 1365 konnten die Rudenz endlich die Erbschaft antreten und nahmen auf der Burg Wohnsitz. Johann von Rudenz gelang es, seine Macht zu festigen und erwarb in den siebziger Jahren das urner Landrecht. Er wurde bei Streitigkeiten und zur Beglaubigung von Urkunden als Zeuge hinzugezogen. Mit ihm erlosch 1383 das Geschlecht der Rudenz. Nach mehreren Besitzerwechseln gelangte das Schloss 1815 in den Schoss der Familie Zgraggen. Diese liessen die Burg renovieren, die Gräben auffüllen und nahmen mehrere Umbauten vor. Das ehemals weitläufige Gelände ist heute leider durch eine Strasse und Bahnanlagen stark verkleinert. Die Familie Zgraggen wohnt heute noch im Schloss, es ist deshalb nicht zugänglich.
Turm aus dem 13.Jh. mehrere male umgebaut. Heutiges Erscheinungsbild vorwiegend aus dem 17.Jh. Der Schlosshof wurde stark verkleinert und die Ringmauer mit Ecktürmen wurde, bis auf geringe Reste, abgerissen.