Schloss Leuk   VS / 3953 Leuk Stadt /  Museum

Geschichte

Das Kloster St. Maurice erhielt im Jahre 515 den Hof Leuk, von König Sigismund von Burgund als Geschenk, wobei Leuk zum ersten Mal erwähnt wurde. Vermutlich wurden die beiden Burgen von Leuk an derselben Stelle wie der ehemalige Hof errichtet. Dadurch lässt sich auch die ungewohnte Lage der Burgen, unterhalb der Siedlung, erklären. Im Laufe der Jahrhunderte gelangte der Hof an die Bischöfe von Sitten. Diese liessen im 12.Jh. an Stelle des Hofs das heutige Bischöfliche Schloss erbauen. Die Burg wurde von einem Meier (lat. Maior = Herrschaftlicher Beamter) verwaltet. Um 1200 versahen die Edlen von Leuk das Meieramt, die zu Beginn des 13.Jh. ihre Güter an die Kirche von Sitten verkauften. Die Familie verschwand während des 13.Jh. aus der Geschichte. Ihre Nachfolger waren die Herren von Ayent, Blonay und ab 1350 die Herren von Raron. Nach heftigen Kämpfen zwischen dem Bischof von Sitten und dem Grafen von Savoyen wurde Leuk stark befestigt und bildete eines der Hauptzentren der bischöflichen Herrschaft. Während des 14.Jh. wurde Leuk abermals zerstört und danach wieder aufgebaut. Im 15.Jh. erhob sich das Volk gegen die Herren von Raron und verwüstete mehrere Burgen der Raroner. Dabei entlud sich der Volkszorn auch über Leuk, wobei die beiden Burgen in Mitleidenschaft gezogen wurden. 1475 liess Bischof Walter Supersaxo die Burg umbauen. Nach 1804 gelangte sie in Privatbesitz und 1934 an die Gemeinde Leuk, die darin ein Museum einrichtete.

Beschreibung

Palas, Turm, Rechteckbau und Ringmauer aus dem 13.Jh., Ruine eines Wohntraktes.