Ruine Pfeffingen   BL / 4148 Pfeffingen  

Geschichte

Der Ursprung der Burg liegt im Dunkeln. Sie dürfte im 11.Jh., vielleicht schon früher entstanden sein. Die ersten Besitzer waren die Herren von Saugern im 12.Jh. Nach dem Aussterben des Geschlechtes der Sauger ging die Festung an die Thiersteiner über.
1335 unternahm der basler Bischof einen erfolglosen Belagerungsversuch. Aufgrund einer Fehde zwischen den Thiersteinern und der Stadt Basel wurde die Burg 1376 erneut belagert und schliesslich verbrannt. Nach dem Wiederaufbau entstand 1406 weiterer Hader, und wieder wurde die Burg bedrängt.
Die Beilegung des Konflikts gelang erst 1411. Im alten Zürichkrieg (1444) standen die Thiersteiner auf Seiten des Hauses Habsburg-Österreich. Nach einer Kriegserklärung an die Stadt Basel (1445) wurde die Burg zum vierten Mal belagert und von Basel erobert. Dieses stationierte eine Besatzungstruppe auf der Burg.
Durch einen kühnen Handstreich in der Fasnachtsnacht gelang es dem österreichischen Landvogt, die Burg zu übernehmen und sie an den Grafen von Thierstein zu übergeben.
1446 versuchten die Basler, die Burg zurück zu erobern, die Aktion indes schlug fehl. Der darauf folgende jahrelange Krieg gegen Österreich wurde erst 1449 geschlichtet.
Graf Oswald von Thierstein lag in dauerndem Streit mit der Stadt Basel. In den Burgunderkriegen kämpfte er auf Seiten der Eidgenossen bzw. der Österreicher gegen Karl den Kühnen. Durch die gewaltsame Erweiterung der Herrschaft Pfeffingen gab es immer wieder Konflikte mit Basel.
Im Schwabenkrieg 1499 unterstützte er den Kampf Österreichs gegen die Eidgenossen. Ein kriegerischer Demonstrationszug der Eidgenossen in Pfeffingen nach der Schlacht von Dornach brachte keinen Erfolg. 1519 erlöschte das Haus Thierstein-Pfeffingen. 1637-40 wurde die Festung von den Schweden besetzt. Danach setzte rascher Zerfall ein.