Schloss Surpierre   FR / 1528 Surpierre / PRIVAT!

Geschichte

Urkundlich wurde eine Burganlage in Besitz der Edlen von "Surpetra" im 12.Jh. erstmals erwähnt. Vermutlich bestand ihre Burg aber schon seit längerer Zeit. Ob diese sich an der Stelle des heutigen Schlosses befand, ist noch nicht untersucht worden. Anfangs 13.Jh. erwarben die Herren von Cossonay die Herrschaft Surpierre und errichteten eine Burg an der Stelle des heutigen Schlosses. Von dieser Burg sind nur noch ein Wohnturm und die Grundmauern des Bergfrieds erhalten.
Während des 14. und 15.Jh. wechselte Surpierre mehrere Male den Besitzer, bis die Herrschaft schliesslich in den Machtbereich des Prinzen Jakob von Savoyen und der Grafen von Romont gelangte. Deswegen wurden Stadt und Burg während der Burgunderkriege durch die Eidgenossen zerstört. Nach dem Friedensschluss zwischen den Herzögen von Savoyen und den Eidgenossen wurde die Burg wieder aufgebaut. Das Städtchen, 1174 erstmals erwähnt, blieb unbesiedelt. Die Ruinen waren bis ins 18.Jh. sichtbar.
1536 gelangte Surpierre zuerst an Freiburg, welche die Herrschaft aber an Bern abtreten musste. Die Berner richteten einen Vogteisitz im Schloss ein. 1544 wurde die Burg durch ein Feuer zerstört und danach wieder aufgebaut. Dabei wurde die Anlage ihrer neuen Bestimmung angepasst und mit mehreren Neubauten erweitert. Surpierre entwickelte sich langsam von einer Festung zu einem prächtigen Landsitz mit reizvollen Ziergärten. Seit 1850 in Privatbesitz.