Schloss Maienfeld   GR / 7304 Maienfeld / Restaurant

Geschichte

Die Burg Maienfeld wurde vor 1270 durch die Herren von Aspermont errichtet. 1295 wurde auf Maienfeld das Friedensabkommen zwischen dem Bischof von Chur und den Herren von Vaz unterzeichnet. Während des 14.Jh. gelangten die, ursprünglich im Gaster- und Glarnerland beheimateten, Meier von Windegg in den Besitz von Maienfeld. Die Grafen von Toggenburg erwarben die Herrschaft 1355 von Johann von Bodmann, der mit einer Tochter Hartmanns, des Meiers von Windegg, verheiratet war. Die Toggenburger blieben bis 1436 im Besitz von Maienfeld. Unter ihnen entwickelte sich die kleine Ansiedlung zu einer Stadt mit Stadtrecht, welche 1334 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Unter dem Grafen Friedrich VII von Toggenburg wurde 1400 das neue Schloss errichtet. Nach dem Tod Friedrichs 1436 brachen die bekannten Auseinandersetzungen um das Toggenburger Erbe aus. Maienfeld gelangte an die aus dem Emmental stammenden Freiherren von Brandis, welche bis ins 16.Jh. Besitzer blieben. 1477 schlossen die Freiherren von Brandis mit dem Zehngerichtebund ein Bündnis. 1499 wurden Burg und Stadt durch kaiserliche Truppen besetzt, welche einige Tage später durch die Bündner vertrieben wurden. Die Bündner plünderten Maienfeld und nahmen den Freiherren als Gefangenen mit nach Chur. Nach dem Friedensschluss erhielten die Brandis ihre Besitzungen wieder zurück, versuchten aber, von Schulden geplagt, die Herrschaft zu verkaufen. 1509 gelangte Maienfeld für 20`000 Gulden an die Drei Bünde. Während der Bündner Wirren des 17.Jh. wurde die Stadt Maienfeld zerstört, die Burg blieb jedoch verschont. Nachdem österreichische Truppen 1624 die Burg in Brand gesetzt hatten, wurde das Schloss nur notdürftig repariert. Die Stadt erlitt 1720 erneut Verwüstungen durch ein Feuer und die Feste diente als Notunterkunft für obdachlose Familien.