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Das Burgareal wurde bereits in der Bronze- und Römerzeit benutzt. Älteste Mauerspuren unter der Burgkirche stammen von einem frühmittelalterlichen Kirchenkastell aus dem 6./7.Jh. Die Herren von Sax bauten um 1150 in dieses Kastell ihre Burg, die zuerst im 12.Jh. und dann noch einmal um 1400 stark erweitert wurde. 1479 besetzte der obere Bund die Burg. 1480 erwarb sie Gian Giacomo Trivulzio zusammen mit dem mailändischen Rat und baute sie zur Festung aus. Am 23. November erzwangen Truppen des oberen Bundes die Übergabe des Schlosses. In einem Schiedsspruch der Eidgenossen und der zwei anderen Bündner Bünde musste der obere Bund die Burg Trivulzio zurückgeben. 1526 erzwangen die Bündner die Schleifung der Burg. Die Anlage blieb jedoch bis zum 18.Jh. in sehr gutem und wehrhaftem Zustand. Rascher Verfall setzte erst ab dem 19.Jh. ein, obschon die Burg unter Bundesschutz steht.
Imposante, weitläufige Burgruine mit Resten der Vorburg mit der Kirche S. Maria del Castello (12./17.Jh.; vollständig erhalten), Toranlage mit Zugbrücke und Gräben, südlicher Eckturm, Hauptturm, Wohntrakt, Kirche S. Carpoforo mit Turm (11.Jh.), Nordwest-Turm, Bastion, Käserei und Giesserei, östlicher Eckturm, Ringmauer (mehrere Meter dick) und Gräben. Reste einer Sperrmauer durchs Tal.