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Mit Arnoldus de Ruzünne wurden die Herren von Rhäzüns 1137/39 erstmals urkundlich erwähnt. Sie gehörten zu den führenden Familien im rätischen Adel und vermochten ihren Besitz kontinuierlich zu erweitern. 1282 wurde die Burg Rhäzüns erstmals in einer Urkunde erwähnt, vermutlich existierte aber bereits im 10.Jh. eine Burganlage an der Stelle des heutigen Schlosses. 1343 wurde in der Vorburg der Friedensvertrag zwischen dem glarner Vogt und Disentis unterzeichnet. Nach dem Tode Georgs, Freiherr von Rhäzüns, entbrannten 1459 heftige Erbstreitereien zwischen den Grafen von Zollern und Werdenberg-Sargans, die erst 1461 zugunsten der Grafen von Zollern endeten. 1473 gelangte die Burg durch Kauf an Conradin von Marmels, dessen Nachkommen bis 1553 in deren Besitz blieben. 1499, während des Schwabenkrieges, wurde Rhäzüns durch den Oberen Bund besetzt. Nach dem Tod Hans’ von Marmels, 1553, wechselte die Festung bis 1695 mehrere Male den Besitzer. Nachdem Österreich 1695 die Herrschaft wieder an sich genommen hatte, wurde die Burg von Beamten verwaltet. 1809 verzichteten die Österreicher zugunsten Napoleons auf die Herrschaft und am 29. Dezember 1810 wurde sie formell Frankreich übergeben. Rückerstattung an Österreich 1814 und 1815, durch den Wiener Kongress, dem Kanton Graubünden zugesprochen. Heute in Privatbesitz.
Torturm, äusseres Tor, Ringmauer, älterer Wohnbau, jüngerer Wohnbau, Treppenhaus, Kapellentrakt. Ursprünglich war die Burg wesentlich grösser. Während des 16./17.Jh. rutschten Teile des Burgfelsens und damit mehrere Mauern und Gebäude in den Rhein.