Schloss Unter-Tagstein   GR / 7425 Masein / PRIVAT!

Geschichte

Der Name Tagstein wurde vermutlich aus der früheren Form Taxstaein abgeleitet und bedeutet wohl Dachsstein. Die heutige Schlossanlage basiert hauptsächlich auf einem Neubau aus dem Jahre 1899. Von der mittelalterlichen Burg sind nur noch Reste im Turm und dem angrenzenden Palas erhalten. Die Burg wurde vermutlich im 13.Jh., anstelle eines Vorgängerbaues, durch die Herren von Masein/Rialt erbaut. 1316 überliess Margareta von Rialt ihrer Nichte all ihre Güter in Tagstein. Nachdem die Maisen/Rialt ausgestorben waren, gelangte die Anlage an die Herren von Bärenburg, einem Ministerialgeschlecht der Vazer. 1342 gaben Graf Friedrich von Toggenburg und seine Frau, Kunigunde von Vaz, die Burg an Siegfried und Johann Tumb zu Lehen. 1348 gelangte das Lehen an Albrecht von Schauenstein, dem Schwiegersohn von Hug Tumb. Nach dem Tode Albrechts kam das Erbe an seine Kinder Anna und Hensli welche die Burg gemeinsam besassen. 1385 erwarben die Herren von Rhäzüns die Herrschaft. Im 15.Jh. war die Burg im Besitz Rudolf Ringgs, wo sie bis ins 16.Jh. verblieb. Während des 16.Jh. kam es zu Auseinandersetzungen zwischen der Gemeinde Masein und Junker Hans Ringg wegen des Weidegangs. Im Laufe des 17.Jh. Verwahrlosung der Burganlage und langsamer Zerfall. Um 1700 durch Johann Gaudenz von Capol erworben und wieder instand gesetzt. 1706 Neubau eines Wohngebäudes und einer Gartenanlage. Nach einem Feuer 1899 Wiederaufbau zur heutigen Gestalt. Privat, nicht zugänglich.