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Durch Abt Ulrich und Heinrich von Sax um 1200 erbaut. Später im Besitz der Linie Hohensax (von Sax). Die von Sax sympathisierten immer mehr mit den Appenzellern. Dadurch wurden die Burgen der Sax während der Appenzellerkriege verschont. Einer der markantesten Vertreter der Familie von Sax war Ulrich IV von Sax zu Forstegg. Er war ein treuer Parteigänger der Eidgenossen und kämpfte mit ihnen in der Schlacht bei Grandson und vor Murten (1476). Zum Dank für seinen Einsatz wurde er zum Ritter geschlagen. Nachdem sein Vater völlig verarmt gestorben war, übernahm die Stadt St. Gallen die Vormundschaft über die unmündigen Kinder. Um ihren Unterhalt zu finanzieren, verpfändete die Stadt die Burg Forstegg an Lütfried Mötteli. Ulrich, während der Burgunderkriege zu Geld und Ruhm gekommen, löste das Pfand wieder ein. Als Belohnung für seine wertvollen Dienste während des Schwabenkrieges (1499) erhielt er von den Eidgenossen Anteile und Gericht von Gams-Frischberg und hohe Gerichte zu Lienz. Er amtete auch zweimal als kaiserlicher Gesandter bei den Eidgenossen und setzte sich als deren Freund 1509 für eine Erneuerung des Erbvertrages ein (Vertrag zwischen Kaiser Maximilian I und den 12 Eidgenössischen Orten, Appenzell und dem Abt von St. Gallen), der 1511 in Baden unterzeichnet wurde. Als eidgenössischer Hauptmann nahm er auch an den oberitalienischen Feldzügen teil. Später stand er in französischem Sold und partizipierte an verschiedenen Schlachten. Einige seiner Nachkommen dienten in verschiedenen Heeren als Söldner. Die beiden letzten des Geschlechts verkauften die Herrschaft Forstegg 1615 an die Stadt Zürich für 115`000 Gulden. Von 1622-27 Bau einer Sternschanze und des Zeughauses durch den bündner Festungsbaumeister Johann Ardüser. 1870 wurden die Gräben und Schanzen eingeebnet und die Burganlage dem Zerfall überlassen.