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Stammsitz der Freiherren von Balm, im 11.Jh. errichtet. Zu ihrem Besitz gehörten die Dörfer Balm, Günsberg, Niederwil, Flumenthal, die Herrschaft Altishofen und mehrere Dörfer im Flussgebiet der Wigger und des Rothbachs. In der Nähe von Altishofen errichteten die Brüder Rudolf und Ulrich 1274 das Kloster Ebersecken und setzten ihre Schwester Mechthild als erste Äbtissin ein. Freiherr Rudolf von Balm war der Bekannteste der Familie. Rudolf begleitete König Albrecht von Habsburg nach Böhmen, wo er 1306 an dessen Seite in den Krieg zog. Dies war jedoch nicht der Grund für seine Bekanntheit. Nach seiner Rückkehr aus Böhmen beteiligte er sich an der Ermordung König Albrechts am 1. Mai 1308 bei Windisch (Kanton Aargau). Nach erfolgter Tat flüchteten er und Herzog Johann von Schwaben auf die Frohburg. Graf Rudolf von Nidau schob die ungebetenen Gäste jedoch schnell wieder ab, worauf sie auf die Burg Neu-Falkenstein entflohen, wo sie aber auch nicht lange verweilen konnten. Rudolf von Balm zog sich danach in die Burg Altbüron zurück. Diese wurde im Mai 1309 von Herzog Leopold von Österreich belagert und eingenommen. Rudolf gelang die Flucht und entging somit dem Schicksal, zusammen mit den 45 Verteidigern getötet zu werden. Rudolf fand letztlich im Steinenkloster in Basel ein Versteck, wo er 1314 starb. Mit ihm starb das Geschlecht im Mannesstamm aus. Alle Güter der Familie gelangten nach dem Königsmord an das Reich und wurden vom neuen König dessen Leuten verliehen. Die Burg Balm ging an Otto von Strassberg über. Er musste die Anlage aber schon bald verpfänden. Seinem Vetter Graf Rudolf von Neuenburg-Nidau gelang es, die Burg Balm samt Herrschaft zu erwerben. Nach dem Tode Rudolfs, er fiel im Kampf gegen die Gugler, veräusserten seine Erben den Besitz an den solothurner Bürger Peter Schriber. 1411 gelangte die Stadt Solothurn in den Besitz der Herrschaft. Die Burg wurde dem Zerfall preisgegeben.
Einzige Burg dieses Typs im Kanton Solothurn. Vor einer Halbhöhle mit einem Innenraum von Rund 20 auf 6 Meterb (Breite x Tiefe) wurde eine über 2 Meter starke Mauer erbaut. Sie war mindestens zwei Stockwerke hoch, was sich von den Balkenlagern an der Grottenwand ablesen lässt. Vor der Grotte und am Fusse der Felswand befanden sich noch je zwei Wirtschaftsbauten. Der Zugang zur Burg wurde mit viel Aufwand gestaltet. Sichtbar sind Reste der Hauptburg, von Wirtschaftsbauten und des Aufgangs.