Ruine Dorneck   SO / 4143 Dornach   

Geschichte

Die Burg wurde vermutlich im 11.Jh. von den Herren von Pfeffingen errichtet. Später gelangte die Burg an ihre Verwandten, die Grafen von Saugern, und um 1200 an das Haus Thierstein. 1360 verkauften die Thiersteiner die Burg an Herzog Rudolf von Habsburg und nahmen sie als Lehen zurück. Durch die Niederlage der Österreicher in der Schlacht bei Sempach waren die Habsburger gezwungen, mehrere Güter zu verpfänden, um ihre Schulden zu decken. Dorneck wurde vom basler Bürger Hermann von Efringen zu Lehen genommen. Die Familie kam im 15.Jh. in immer grössere finanzielle Schwierigkeiten und musste die Herrschaft Dorneck an Konrad von Hallwil verkaufen. 1485 erwarb die Stadt Solothurn die Burg. 1499 gelang es der Burgbesatzung, einen Angriff kaiserlicher Truppen abzuwehren. Dank Eilmärschen der eidgenössischen Truppen, die den Solothurnern zu Hilfe kamen, endete die Schlacht bei Dornach (1499 Schwabenkrieg) mit dem Sieg der Eidgenossen über das Kaiserliche Heer und der faktischen Loslösung der Schweiz vom Deutschen Reich (die rechtliche Trennung erfolgte erst 1648). Im Dreissigjährigen Krieg blieb die Festung, dank starker Truppen und guter Bewaffnung, unbehelligt. 1798 wurde die Festung von den Franzosen erobert und zerstört.

Beschreibung

Imposante Burgruine mit Bergfried, Palas und Turm (13.Jh.), Zwinger, Flankenturm und Kapellenturm (um 1500), grosses und kleines Bollwerk, Pulverturm (1543), Ringmauer und verschiedene Gebäude.