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Bereits im 10.Jh. wurden auf dem Felssporn die ersten Bauten errichtet, die aus Holz bestanden und von einer schwachen Ringmauer aus Trockenmauerwerk umgeben waren. Um 1050 folgte ein neuer Haustyp, der in zwei Räume unterteilt war. Gleichzeitig baute man eine neue Ringmauer aus Mörtel. Während des 12. und 13.Jh. wurde die Burg vollkommen umgestaltet. Es entstanden mehrere Gebäude und Türme, das Grafenhaus und eine starke Ringmauer mit Toranlage. Die Besitzer der Burg waren die Herren von Frohburg, die erstmals im 11.Jh. urkundlich erfasst sind. Woher sie ursprünglich kamen, ist nicht bekannt. Ihr erstes Hausgut hatte die Familie im Aargau, es reichte vom Aaretal bis nach Schwyz und Unterwalden. Es wird vermutet, dass die Frohburger ein Seitenzweig der aargauer Grafen waren, die sich um 950 trennten. Die Frohburger erwirtschafteten sich einen beträchtlichen Eigenbesitz, indem sie die Waldgebiete um den Hauenstein herum rodeten. Die Ausdehnung ihres Besitzes reichte bald bis an die Grenzen der Freiherren von Bechburg und der Grafen von Homberg, welche weitere Gebietsgewinne verhinderten. Die Frohberger stellten, von 1133 bis 1179, hintereinander drei basler Bischöfe und vermochten so ihre Machtstellung zu verstärken. Zudem übernahmen sie die Grafschaftsrechte. Da ihre Nachbarn eine Expansion ihres Gebietes vereitelten, verlegten die Grafen von Frohburg ihre Tätigkeit auf die Heiratspolitik, um entsprechende Erbansprüche geltend zu machen. Sie errichteten neue Burgen und Klöster und gründeten Städte, unter anderem Zofingen, Liestal, Olten, Fridau und Wiedlisbach. Nach einer Fehde mit den Rittern von Kienberg mussten die Besiegten, dazu gehörten auch die Herren von Aarburg, ihre Burgen an die Grafen von Frohburg abtreten. Nachdem auch noch die Festung Neu-Bechburg in ihren Besitz gelangte, machten sie diese Festung neben Schloss Bipp zu ihrem zweiten Verwaltungszentrum. Dadurch verlor die Stammfestung immer mehr an Bedeutung. Die Frohburger zogen mehrere Male auf Seiten der Staufer über die Alpen nach Italien. Als 1177 in Chioggia der Friedensvertrag zwischen Kaiser Barbarossa und dem Papst geschlossen wurde, war Bischof Ludwig von Frohburg mit dreissig Gefolgsleuten anwesend. Sie hielten auch dem jungen Friedrich II die Treue und zogen mehrmals an seinen Hof nach Italien. Gegen Ende der Regierungszeit von Kaiser Friedrich II kühlten sich die Beziehungen zu den Fohburgern ab. Um 1250 setzte ein allmählicher Verfall des Hauses Frohburg ein und die Gebiete in Schwyz und Unterwalden wurden aufgegeben. Waldenburg und Olten wurden dem Bischof von Basel verkauft und als Lehen wieder zurückerhalten. Des weiteren traten sie mehrere Burgen, die Städte Aarburg und Zofingen sowie alle übrigen Güter im Aargau an die Grafen von Habsburg ab. Zudem kamen die Grafen von Nidau in den Mitbesitz der Herrschaft Buchsgau. Der Untergang des Hauses Frohburg hatte viele Gründe. Zum einen ging mit dem Ende von Barbarossa ihr Einfluss auf den basler Bischof verloren, zum anderen verhinderte die geographische Lage einen straffen Zusammenschluss ihrer Güter. Sie gingen auch nicht energisch genug daran, eine geschlossene Herrschaft zu bilden. Auch gelang es ihnen nicht, den Rodungsadel um ihre Herrschaft herum an sich zu binden oder in ihre Abhängigkeit zu bringen. Zahlreiche Schenkungen an Klöster und Stifte sowie Familienteilung schwächten die Finanzkraft des Grafenhauses erheblich. Werner II von Frohburg versuchte als einziger, das Absinken in die Bedeutungslosigkeit zu verhindern. Deshalb schloss er sich Heinrich VII an und kämpfte an seiner Seite gegen die Ghibellinen in Italien. Die Familie starb 1366 mit Abt Hermann VI von der Linie Waldenburg aus.
Sichtbar sind Fundamentreste des äusseren Tores, Wirtschaftsbauten mit Backofen (12.Jh.), Zisterne, Eisenschmelze und Tankzisterne, Rundbau (11.Jh.), Wohntrakt (um 1300), Grafenhaus (12.- 13.Jh.), Ringmauer und Vorwerk.