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Das Schloss von Avenches wurde im 12.Jh. durch die Bischöfe von Lausanne erbaut. 1536 von den Bernern erworben und von 1565-68 zur Vogteiresidenz ausgebaut. Heute befindet sich die Stadtverwaltung im Schloss.
Vom Schloss sind Palas, Ringmauer, Ecktürme, Toranlage und Reste des Bergfrieds sichtbar. Am Palas ist ein Treppenturm aus dem 18.Jh angebaut.
Avenches hat eine lange Geschichte. Wann die Stadt gegründet wurde, ist nicht bekannt. Nachdem die Römer das Gebiet der heutigen Schweiz erobert hatten, wurde Avenches 15 v.Chr. zur Hauptstadt des keltischen Stammes der Helvetier. Unter Kaiser Vespasian, etwa 71/72 n. Chr., erhielt Aventicum, so der römische Name, den Status einer Kolonie und wurde infolgedessen stetig ausgebaut. Im 2./3.Jh. hatte Aventicum ca. 20`000 Einwohner und verfügte über gut ausgebaute Handelswege. Beim Einfall der Alemannen um 275/277 n.Chr. wurde die Stadt weitgehend zerstört. Obwohl die Siedlung weiter genutzt wurde, konnte sich die Stadt nie mehr erholen. Noch heute kommen zahlreiche Mauerspuren der Römerstadt zum Vorschein. Meistens müssen diese jedoch mit Notgrabungen gesichert werden, bevor sie unter den Neubauten unserer Zeit verschwinden. Der Grundriss des mittelalterlichen Städtchens ist noch gut erkennbar. Mehrere Häuserzeilen und stellenweise Reste der Stadtmauer und Türme sind noch erhalten.
Avenches ist bekannt für seine zahlreichen Ruinen aus der Römerzeit. Sichtbar sind das Amphitheater, Tempel, Cigognier-Heiligtum, Theater, Osttor, Tornallaz-Turm mit einem Stück der römischen Stadtmauer, Thermen, Westtor und mehrere Abschnitte der römischen Stadtmauer und andere Ruinen.