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Das Kloster St-Maurice erhielt im Jahre 515 den Hof Leuk von König Sigismund von Burgund als Geschenk, wobei Leuk zum ersten Mal erwähnt wurde. Vermutlich wurden die beiden Burgen von Leuk an derselben Stelle wie der ehemalige Hof errichtet. Dadurch lässt sich auch die ungewohnte Lage der Burgen, unterhalb der Siedlung, erklären. Im Laufe der Jahrhunderte gelangte der Hof an die Bischöfe von Sitten, welche neben dem bischöflichen Schloss, im 13.Jh., den Viztum-Turm errichten liessen. Der Turm war Sitz des Viztums (Verwalter) der Bischöfe von Sitten, bis 1350 die Herren von Raron ganz Leuk mitsamt den beiden Burgen in ihrem Besitz hatten. Nach heftigen Kämpfen zwischen dem Bischof von Sitten und dem Grafen von Savoyen wurde Leuk stark befestigt und bildete eines der Hauptzentren der bischöflichen Herrschaft. Während des 14.Jh. wurde Leuk abermals zerstört und danach wieder aufgebaut. Im 15.Jh. erhob sich das Volk gegen die Herren von Raron und verwüstete mehrere Burgen der Raroner. Dabei entlud sich der Volkszorn auch über Leuk, wobei auch die beiden Burgen beschädigt wurden. Der Turm blieb bis ins 16.Jh. Ruine und wurde dann von den Bürgern von Raron erworben. Man beauftragte den Architekten Ulrich Ruffiner, 1541, den Turm wieder aufzubauen und richtete das Rathaus darin ein.
Turm mit fünfeckigem Grundriss und Treppenturm (13.Jh. / 16.Jh.) mit vier Eckerkertürmen.