Durch die Herren von Buonas, Ministerialen der Grafen von Lenzburg, auf der Halbinsel von Risch am Ende des 11. Jahrhunderts gegründet. 1130 erste urkundliche Erwähnung des Geschlechts in einer Urkunde des Klosters Muri. Nach 1250 starb das Geschlecht aus. Durch Heirat mit Adelheid, der Erbtochter der Herren von Buonas, gelangten Burg und Herrschaft noch vor 1260 in den Besitz Ulrichs von Hertenstein. Für die nächsten 400 Jahre blieben Burg und Herrschaft im Besitz der Herren von Hertenstein. 1314 werden in einer Urkunde zwei Söhne Ulrichs von Hertenstein erwähnt, Peter und Hartmann. In der zweiten Hälfte des 14. Jh. arrondierte die Familie Hertenstein die Herrschaft Buonas durch den systematischen Aufkauf von Gütern und Rechten zwischen Reuss und Zugersee, was wiederholt zu Konflikten mit Zug, dem Kloster Muri und Eigenleuten führte. Im Jahre 1654 gelangte die Herrschaft Hertenstein an Johann Martin Schwytzer, der Anna Katharina von Hertenstein ehelichte. Anna Katharina übergab die Herrschaft Buonas ihrem Mann. Der neue Herr von Buonas erwies sich als ein kluger und umsichtiger Verwalter, der auch mit der Obrigkeit von Zug ein möglichst gutes Einvernehmen anstrebte. Während fast sechzig Jahren führte er ein ruhiges Regiment, wobei er auch die Folgen früherer Misswirtschaft zu tragen und zu lösen hatte. Nach seinem Tod im Jahre 1713 übernahm sein Sohn Jakob Franz Anton das Erbe. Zur Verbesserung der wirtschaftlichen Lage in der Umgegend führte er die Seidenspinnerei ein, wozu er seine Verbindungen nach Zürich einsetzte und aus dieser Stadt auch das nötige technische Wissen bezog. Jakob Franz Anton Schwytzer verstarb um 1760 und hinterliess die Herrschaft seinem Sohn Josef Leonz Felix, der aber seinerseits schon 1765 vom Tode ereilt wurde. Damit ging die Herrschaft an seinen ältesten Sohn, den Brigadier und Salzdirektor Josef Xaver Thüring Schwytzer über. Obwohl, nach Quellen aus dem 19. Jahrhundert, von der Einwohnerschaft hoch geschätzt und verehrt, erfuhr er immer deutlicher den zunehmenden Einfluss der Obrigkeit von Zug auf die juristischen und verwalterischen Belange seiner Herrschaft. Er vermisste auch zureichende Unterstützung aus seiner Heimatstadt Luzern, sodass er 1775 Verhandlungen mit einflussreichen zuger Bürgern aufnahm. Trotz des nunmehr deutlich einsetzenden Widerstandes aus Luzern verkaufte schliesslich Josef Xaver Thüring Schwytzer das Schloss und den grösseren Teil der Herrschaft am 28. März 1782 für 37'625 Gulden an zwei zuger Bürger namens Wolfgang Damian Bossard, zuger Ratsherr, und Blasius Land(t)wing, Jäger-Hauptmann und Spitalvogt. Das alte Interesse des Standes Zug an dieser Besitzung zeigte sich nochmals deutlich darin, dass Zug den Käufern einen Vorschuss von zwei Dritteln der Kaufsumme leistete! Die restlichen Besitzungen (Wirtshaus mit Taverne, das Fahr, Weidland und 22 Jucharten Wald) wurden gleichzeitig dem bisherigen Gerichts-Ammann Burkhardt Meier für 20'000 Gulden verkauft. 1789 übernahm Bossard den Schlossbesitz, einschliesslich der Gerichtshoheit, für sich alleine. Bis 1797 hatte er den Spitalvogt Landtwing gänzlich ausgekauft, doch schon ein Jahr später fielen Herrschaft und Schloss Buonas in die Hände der einziehenden napoleonischen Truppen.